GERMANY: Es ist eine menschliche
Tragödie, die sich an diesem Mittwochmorgen im Karlsruher Kanalweg 115 zu einem
blutigen Drama entwickeln wird. Nichts deutet auf den tödlichen Ausgang hin,
als der Gerichtsvollzieher um 8 Uhr in dem Mehrfamilienhaus im ehemaligen
Amerikaner-Viertel der Nordstadt klingelt, gemeinsam mit einem Schlosser und
einem Sozialarbeiter. Eine Stunde später aber sind fünf Menschen tot.
„Wir stehen alle noch unter dem furchtbaren Eindruck dieses schrecklichen Geschehens“, sagt Polizeipräsidentin Hildegard Gerecke später auf einer Pressekonferenz. Oberstaatsanwalt Gunter Spitz spricht von einem „schrecklichen Verlauf, mit dem zu keinem Zeitpunkt zu rechnen war“. So richtig erklären kann sich hier niemand, warum der53 Jahre alte Täter vier Menschen „regelrecht hinrichtete“– und gleichzeitig einem Menschen das Leben schenkte.
Zunächst bittet der Mann den 47 Jahre alten Gerichtsvollzieher in die Wohnung, ebenso den 33 Jahre alten Schlosser. Beide sind Familienväter. Auch ein Sozialarbeiter ist dabei. Doch als sich das Trio weigert, im Wohnzimmer auf der Couch Platz zu nehmen, geht der Täter ins Nebenzimmer und kehrt mit einer Pistole zurück. Dabei gehört die Wohnung gar nicht ihm, sondern seiner Lebensgefährtin.
Bier- und Zigarettenpausen
Beide sind meist
arbeitslos, für den 53-Jährigen ist die Aussicht auf eine Zwangsräumung
offenbar zu viel. Am 25. April war die Wohnung zwangsversteigert worden, weil
seine 55 Jahre alte Freundin mit Zahlungen im Rückstand war. Nun warten unten
auf der Straße schon die Möbelpacker – und in der Wohnung greift der Mann zur
Waffe....
Geiselnahme in Karlsruhe endet tödlich: Geiselnehmer tötet vier Menschen bei Zwangsräumung - weiter lesen auf FOCUS.
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